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Wie ich Bilder archiviere

Computerdateien sichern

Worauf sind die Bilddateien gespeichert?

Meine Bilddateien speichere alle ich auf eine große Festplatte, eingebaut in den Computer, die nur Bilder enthält und Kopien davon - Backups - auf eine große externe Festplatte und qualitativ guten DVD-Rohlingen.

Ordnernamen

So gehe ich aktuell vor; befinde ich zukünftig eine andere Einteilung für sinnvoll, ändere ich die Ordnerstruktur und -namen:

Bilder, die ich am 15.01.2007 fotografierte, sind im Ordner 2007, Unterordner 2007-01-15.

Varianten

Abweichend von diesem Schema habe ich innerhalb der Jahresordner spezielle Ordner, zum Beispiel für mehrtägige Reisen. Im Jahresordner gibt es dann einen Ordner 2008-08 Island oder 2010-07 Norwegen, darunter je Tag einen Ordner des Namensschemas JJJJ-MM-TT. An einige Tage hänge ich weitere Informationen an (2008-07-02 Hochzeit Karin und Peter).

Ein weiteres Beispiel für spezielle Ordner sind Bilder, die ich für diesen Site als "Lehrbild" fotografierte: Diese sind in einem Unterordner des Jahres namens JJJJ Lehrbilder (2007 Lehrbilder, 2008 Lehrbilder) und je Thema gibt es einen Unterordner entsprechenden Namens (2008-04-15 Bajonett, 2008-05-23 Mattscheibe, 2008-06-12 Verschluss, ...).

Will ich sicher gehen, dass alle Programme korrekt mit den Datei- und Ordnernamen umgehen, benutze ich anstelle Leerzeichen Unterstriche und vermeide Umlaute und Sonderzeichen. Meine Skripte haben keine Probleme mit beidem und ein Programm, das die Umlaute nicht korrekt auf andere Dateisysteme (anderes Betriebssystem, DVD) überträgt, kenne ich auch nicht; dies sollte ich vorher überprüfen.

Bildschirmschnappschuss: Wurzelordner meiner Bildfestplatte.

Anmerkungen

Wie ich Bilder ordne, Verzeichnisse und Bilddateien benenne, hängt ab von meinen wechselnden Vorlieben. Es gibt keine beste Lösung. Viele werden hier unterschiedlich vorgehen (und das ist in Ordnung).

Ich finde (suche) Bilder schnell mit einem Archivprogramm und nicht über die Ordner- und Dateinamen. In den IPTC-Daten aller Bilder bis Mitte 2008 sind Metadaten gespeichert, seitdem in XMP-Filialdateien, sodass verschiedene Computerprogramme schnell jedes Bild auffinden können: Sie durchsuchen die Bildfestplatte, lesen die IPTC- und XMP-Daten und kennen so alle meine Bilder und die ihnen zugeordneten Metadaten.

Bildvarianten durch Bearbeiten

Ich unterscheide zwischen unbearbeiteten und bearbeiteten Bildern. Unbearbeitet ist, was die Digitalkameras und Scanner liefern, bearbeitet Kopien davon, die der RAW-Konverter exportiert und/oder die ich in einer Bildbearbeitung verändere. Von einer unbearbeiteten Bilddatei kann es keine, eine oder mehrere Bearbeitungen geben.

Die bearbeiteten Bilder speichere ich in einem Ordner des Namens Bearbeitet unterhalb des Ordners, in dem die Originalbilder sind.

Ich verändere nicht die Bilddaten der unbearbeiteten Versionen von Digitalkameras und Scannern (sofern diese Bilder erzeugen, die ich bearbeiten könnte wie TIFF oder JPEG):

Bearbeitete Bilder katalogisiere ich nicht, sonst liefert eine Bildsuche die gleichen Bilder mehrfach und ich will nicht jede Suche so formulieren, dass "Dateiname enthält nicht -bearbeitet" berücksichtigt wird. Benötige ich ein bearbeitetes Bild, brauche ich lediglich in den Unterordner Bearbeitet nach dem gleichen Dateinamen schauen mit der Endung -bearbeitet-xx.

Bilddateiformat

Unbearbeitete Scans speichere ich ohne Qualitätsverluste als TIFF in der maximalen Farbtiefe, die der Scanner liefern kann (liefert der Scanner RAW-Daten, speichere ich sie in diesem Format), RAW-Bilder, wie sie die Digitalkamera erzeugt (unverändert), bearbeitete Bilder als 16 Bit TIFF.

Ich gehe davon aus, TIFF kann in näherer Zukunft noch gelesen werden und später in aktuellere Formate konvertiert trotz seiner Komplexität.

Dateinamen

Ein Bilddateiname setzt sich zusammen aus:

Die Bestandteile sind getrennt durch Bindestriche.

Unbearbeitete Bilder heißen Aufnahmedatum-Laufende_Nummer.Dateiformatkürzel.

Eine bearbeitete Version hat den gleichen Namen und zusätzlich vor dem Dateiformatkürzel bearbeitet, gefolgt von der Bearbeitungsversion: bearbeitet-01 ist die erste Bearbeitung, bearbeitet-02 die zweite und so weiter.

Das Aufnahmedatum im Dateinamen besteht aus Jahr, Monat und Tag in dieser Reihenfolge, getrennt durch Bindestriche. Sind Tag und Monat unbekannt, stehen dafür zwei Nullen im Dateinamen (Bei vielen analogen Bildern weiß ich nicht, wann genau ich sie fotografierte).

Die Dateien lasse ich automatisch umbenennen. Beispiele:

Das erste Bild dieser Aufzählung fotografierte ich im August 2002, es ist das 125. des Monats, der Tag ist unbekannt. Das zweite entstand am 24. Januar 2005 und ist das 10. Bild dieses Tags. Davon gibt es eine bearbeitete Version. Das dritte ist eine RAW-Datei, von der es zwei bearbeitete Versionen gibt.

Dateinamen-Schablone

JJJJ-MM-TT-LLL[-bearbeitet-VV].FFF

Durch diese Benennung hat jede Datei einen eindeutigen Namen: Würden alle Dateien in den gleichen Ordner kopiert, überschriebe keine eine gleichnamige Bilddatei. Das gleiche gilt für die Ordner.

Datensicherung auf DVD

Jede Bilddatei sichere ich auf auf zwei qualitativ gute DVD-Rohlinge verschiedener Hersteller, der Brennqualität wegen mit vierfacher Brenngeschwindigkeit, mein Brenner könnte mehrfach schneller brennen.

Der Inhalt der DVDs ist anschließend identisch. Eine lagere ich trocken und lichtdicht bei mir im Haus, die andere auf gleiche Weise in einem anderen Haus. Zuvor lasse ich jede Datei auf DVD Byte für Byte vergleichen (überprüfen) mit den Originaldateien auf der Festplatte, die DVD ist für den Vergleich in einem anderen Laufwerk.

Jede DVD hat eine Nummer und ihr Inhaltsverzeichnis ist auf der Datenfestplatte gespeichert. Über den Dateinamen eines gesuchten Bilds kann ich die Backup-DVD schnell ermitteln.

Verdrängt eine neue Speichertechnik die bisherige, kopiere ich die Dateien der Bildplatte auf die aktuellen Speichermedien mit dem aktuellen Dateisystem.

Das Sichern auf DVDs ist ein finanzieller Kompromiss, ich betrachte es als zeitaufwändige "Krücke", siehe weiter unten. Lieber wäre mir ein hochwertiger Streamer (Bandgerät), der auf verschiedene Bänder automatisiert mehrere Versionen sichert.

Tägliche Datensicherung auf eine externe Festplatte

Zusätzlich lasse ich neue und veränderte Bilder täglich automatisch auf eine große externe Festplatte sichern, die nur so lange an Computer und Stromnetz angeschlossen ist, wie die Sicherung dauert. Dies erledigt ein Datensicherungs-Skript (Programm), das alle neuen und modifizierten Daten des Computers auf die externe Festplatte schreibt.

Abbildung: Datentransfer. Mit den Backups wird nicht gearbeitet. Sie sind nur Kopien (Spiegel) der Arbeitsfestplatte ich benutze sie nur, falls die Arbeitsfestplatte beschädigt ist oder ich ein Bild versehentlich löschte. Da Bilder zu groß sind, verzichte ich auf eine Versionsverwaltung.

Backups katalogisieren mit einem Archivprogramm?

Die Dateien auf der Backup-Festplatte und die DVDs katalogisiere ich nicht mit einem Archivprogramm. Sie werden benutzt, falls das Original nicht mehr gelesen werden kann, und das geschieht hoffentlich nie.

Dateisystem auf den DVDs

Ich brenne die DVDs mit dem Joliet-Dateisystem. Es kann von jedem Betriebssystem gelesen werden und erlaubt mehr als 8 + 3 Zeichen für Dateinamen. Lieber wäre mir das UDF, Joliet schränkt ein:

Der Secondary Volume Descriptor wird von Programmen häufig als Titel angezeigt, zum Beispiel vom Windows Explorer (Dateimanager).

Namen der DVDs

Ich benenne jede DVD (Secondary Volume Descriptor) mit Bilder xxx und beschrifte sie auch so. xxx ist die laufende DVD-Nummer. Bilder 150 ist das 150-te Bild-Backupmedium. Die Nummerierung der neuen Speichermedien setzt die alte fort: Nummer 001 bis 146 waren bei mir CDs, die erste DVD hat die Nummer 147.

Inhaltsverzeichnis der DVDs

Das komplette Inhaltsverzeichnis einer DVD speichere ich in eine Datei auf der Datenfestplatte. Sie heißt bilder-xxx.txt, genau wie die DVD, nur kleingeschrieben und mit Bindestrich anstelle des Leerzeichens. xxx ist die Nummer der DVD.

Kenne ich den Dateinamen eines Bilds, finde ich die DVD mit dem Bild schnell: In der Bash (Kommandozeile) gehe ich in den Ordner mit den Inhaltsverzeichnis-Dateien und tippe ein: grep -l Dateiname bilder-*.

Mein Arbeitsaufwand für Backups

Täglich prüft ein Skript automatisch die Größe neuer und veränderter Bilddateien. Füllen diese mindestens eine DVD, schreibt das Skript mir eine E-Mail.

Alle Arbeiten für das Backup, die oben beschrieben sind, erledigt ein Perl-Skript. Ich tippe seinen Namen ein, es durchsucht die Bildfestplatte nach noch nicht gesicherten Bildern und fragt, ob diese auf eine oder mehrere DVDs gebrannt werden sollen. Ich lege die DVD-Rohlinge ein und beschrifte sie. Für jede DVD bietet das Skript an, beliebig viele Kopien zu brennen. Reicht eine DVD nicht aus, brennt das Skript die restlichen Dateien auf weitere DVDs.

DVDs aufbewahren

Ich stecke die DVDs in dünne Hüllen mit durchsichtiger Oberseite, sodass ich die Beschriftung lesen kann. Jewel Cases vergeuden viel Platz. Rohlinge ohne Jewel Case kosten weniger Geld. So bringe ich bis zu 5 DVDs auf gleichem Raum unter wie ein Jewel Case für eine DVD einnimmt. Die Hüllen haben an der Oberseite links und rechts Häkchen und hängen auf einer Schiene in einem lichtdichten Archivbehälter (CD-/DVD-Koffer), denn UV-Licht schadet.

Wie finde ich DVDs mit hoher Qualität?

Die Computerzeitschrift c't veröffentlichte in der Ausgabe 16/2008 einen Test von DVD-Rohlingen, die lange halten sollen. Nur einer war ausreichend gut (Verbatim Archival Grade DVD-R). Abgeraten wurde von einem Rohling, der (gebrannt) 100 Jahre halten soll und den ich bislang benutzte.

Ich werde zukünftig Tests lesen, die jemand durchführte, den ich für ausreichend qualifiziert halte und von dem ich glaube, er fälscht nicht die Ergebnisse.

In dem Artikel wurde empfohlen:

DVD-Brenner

Den Brenner, mit dem ich Archiv-DVDs brenne, ersetze ich nach ungefähr 2 Jahren durch einen neuen, sofern häufig benutzt, da er mit der Zeit ungenauer brennt. CDs und DVDs lese ich mit einem anderen als dem "Archivbrenner", dieser hat keine andere Aufgabe, als Backup-DVDs zu brennen und wird nicht "abgenutzt" durch das Lesen/Abspielen von DVDs.

Nachteile der DVDs

Oben schrieb ich, das Sichern auf DVD sei eine Krücke. Hier die Gründe:

Die DVD-Backups werde ich nur benutzen, falls mir das Festplatten-Backup nicht weiterhilft. Mindestens ein Mal war das der Fall: Lösche ich ein Bild auf der Computerfestplatte, wird es auch von der Backupfestplatte gelöscht, die ein Spiegel der Comuterfestplatte ist, das heißt, identisch ist mit dieser im Anschluss einer Sicherung.

Können die Daten in Zukunft gelesen werden?

Diesen Abschnitt verschob ich in einen extra Artikel.

Elmar Baumann, 05.08.2003.

Letzte Bearbeitung: 21.05.2013.